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Zehn Jahre Franziska-von-Hohenheim-Stift in Jettingen: Ein kleines Universum

Das zehnjährige Bestehen des Franziska-von-Hohenheim-Stifts in Jettingen ist von zahlreichen Ehren- und Festgästen sowie den Bewohnerinnen und Bewohnern und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dieses DRK-Altenpflegeheims gebührend gefeiert worden. Unter den Gästen der frühere Finanzstaatssekretär Wolfgang Rückert, der Landtagsabgeordnete Dr. Tobias Brenner, Jettingens Bürgermeister Hans Michael Burkhardt (gleichzeitig Vorsitzender des DRK-Ortsvreins Mötzingen - Oberes Gäu), Sozialdezernent Alfred Schmid vom Landratsamt Böblingen, Pfarrer Wilhelm Kern, der Ehrenvorsitzenmde des DRK-Kreisverbandes Böblingen, Dr. Reiner Heeb, Mitglieder des DRK-Kreisvorstandes, die beiden Geschäftsführer der DRK-Altenpflegeheime gGmbH Wolfgang Breidbach und Jürgen Kalbfell, Heimleiter Bernd Schulz-Ellgaß und Heimfürsprecher Lothar Zimmermann.

DRK-Kreisvorsitzender Michael Steindorfner (Mitte) freut sich mit den beiden "Geburtshelfern" des Franziska-von-Hohenheim-Stifts in Jettingen, Dr. Reiner Heeb (links) und Wolfgang Rückert (rechts).

DRK-Kreisvorsitzender Michael Steindorfner verwies insbesondere auf das großartige Miteinander in Jettingen, von dem auch das Franziska-von-Hohenheim-Stift getragen werde. Dankbare Worte widmete der DRK-Kreisvorsitzende sowie später auch Jettingens Bürgermeister Hans Michael Burkhardt dem leider bereits verstorbenen früheren Bürgermeister Willy Dieterle. "Es war ihm - auch im Ruhestand - ein Herzensanliegen, dieses Haus und seine Bewohnerinnen und Bewohner nach Kräften zu unterstützen, zu helfen und tatkräftig mitanzupacken, wo immer dies notwendig war. Ich stelle ihn aus diesem Grunde bewusst in eine Reihe mit der Namenspatronin dieses Hauses, Franziska von Hohenheim. Sie galt als Ehefrau des Herzogs Carl Eugen von Württemberg im zu Ende gehenden 18. Jahrhundert als guter Engel Württembergs sowie als eine Frau, die aus ihrem Glauben heraus Nächstenliebe vorgelebt hat. Nach dem Tode des Herzogs lebte sie bekanntlich einige Jahre auf dem Schloß in Sindlingen, heute Teil der Gemeinde Jettingen. Auf Schloß Sindlingen gewährte sie dem württembergischen Pietisten und Theosophen Michael Hahn Wohnrecht, der das religiöse Leben Württembergs bis zum heutigen Tag tief beeinflusst hat", erklärte Michael Steindorfner.
 
 
Das im Sommer 2000 eröffnete Pflegeheim liege zentral in der Ortsmitte von Jettingen und werde  von einem großzügigen, parkähnlichen Garten mit vielfältigen Aufenthaltsmöglichkeiten umgeben, sagte der DRK-Kreisvorsitzende. Die Bewohnerinnen und Bewohner sowie deren Angehörige schätzten darüberhinaus die freundliche, familiäre und Geborgenheit ausstrahlende Atmosphäre des Franziska-von-Hohenheim-Stifts.
 
Vorbildliches bürgerschaftliches Wirken
 
Die enge Verbundenheit mit den örtlichen Vereinen sowie dem Kreis der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer drücke sich in regelmäßigen Veranstaltungen, Festen und Begegnungen aus. Von den örtlichen Kirchen werde im Haus außerdem eine regelmäßige und persönliche seelsorgerliche Betreuung angeboten. Diese würde dankbar angenommen. Alles zusammen genommen ein vorbildliches und selbstloses bürgerschaftliches Wirken, das sichtbare Zeichen der Hilfsbereitschaft und der tätigen Nächstenliebe setze, unterstrich Steindorfner.
 
Bürgermeister Hans Michael Burkhardt sagte, die Gemeinde Jettingen sei Geburtshelfer und Wegbegleiter des Stifts. Seine Gemeinde orientiere sich an dem Leitspruch "Jettingen ist Heimat für jung und alt." Besonders bedankte sich das Gemeindeoberhaupt bei Wolfgang Rückert und Dr. Reiner Heeb, die er als Geburtshelfer des Altenpflegeheims bezeichnete. Das Konzept des Hauses sei aufgegangen und habe sich bewährt. Ein herzliches Dankeschön sprach Burkhardt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der ersten Stunde aus und überreichte ihnen neben Blumen auch jeweils einen Gutschein für den Besuch der kulturellen Einrichtungen Jettingens. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hätten dem Franziska-von-Hohenheim-Stift "ein Gesicht nach Außen gegeben."
 
Sozialdezernent Alfred Schmid stellte kurz und bündig fest: "Jettingen hat alles richtig gemacht." Dank sagte er dem DRK-Kreisverband für das hohe Qualitätsniveau aller Heime und die professionelle Pflege. Heute würden neue Herausforderungen hinzu kommen. Schmid nannte in diesem ZUsammenhang die steigende Zahl der Demenzkranken.
 
Heimfürsprecher Lothar Zimmermann hielt eine pointiert-kämpferische Rede. Betreuung und Pflege bedeuteten einen Einsatz rund um die Uhr. Zimmermann verglich in diesem Zusammenhang das Pflegeheim mit einer Vollpension. Deshalb müssten die Pflegekräfte von überbordenden, weil zeitraubenden, bürokratischen Aufgaben entlastet werde. "Weniger Bürokratie wäre besser", forderte er. Schliesslich verglich er im Blick auf die Menschen und einzelnen Schicksale das Pflegeheim mit einem kleinen Universum.
 
Die Feierstunde in Jettingen wurde von Ralf Brendle, Weltmeister auf dem Akkordeon, festlich musikalisch und auf Spitzenniveau gestaltet.
 

29. Oktober 2010 15:00 Uhr. Alter: 3 Jahre