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Zehn Jahre "Widdumhof" in Rutesheim: Dank für liebevolle Pflege rund um die Uhr

Im Zeichen des Dankes für eine liebevollen Pflege rund um die Uhr, wie es der Sozialdezernent des Landkreises Böblingen, Alfred Schmid, zum Ausdruck brachte, stand die Zehn-Jahres-Feier des DRK-Pflegeheims "Widdumhof" in Rutesheim. Aber auch der DRK-Kreisvorsitzende Michael Steindorfner und der Erste Beigeordnete der Stadt Rutesheim, Martin Killinger, würdigten in einer Feierstunde das außerordentlich hohe Qualitätsniveau, die ausgezeichnete Pflege und Betreuung durch die DRK-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter sowie das vorbildliche bürgerschaftliche Engagement der vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer im zurückliegenden Jahrzehnt.

Mitten im Leben: DRK-Pflegeheim "Widdumhof" in Rutesheim. Von links: Heimleiter Markus Ehnis, Erster Beigeordneter Martin Killinger, Landtagsabgeordnete Sabine Kurtz, Sozialdezernent Alfred Schmid, Heimfürsprecherin Birgit Groth, Geschäftsführer Jürgen Kalbfell, Ilse Schmitz, der langjährige Rutesheimer Bürgermeister Wilfried Reichert, Annelore Zachmann, Geschäftsführer Wolfgang Breidbach und DRK-Kreisvorsitzender Michael Steindorfner.

DRK-Kreisvorsitzender Michael Steindorfner, der zugleich in seiner Eigenschaft als Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der DRK-Altenpflegeheime gGmbH sprach, wies darauf hin, daß vor zehn Jahren das Altenpflegeheim "Widdumhof" in Rutesheim als damals so genanntes Kleinstheim in Wohnortnmähe seiner Bestimmung übergeben worden sei. Der DRK-Kreisverband Böblingen habe mit Bau und Betrieb dieses Kleinstheims Pionierarbeit geleistet. "Denn inzwischen hat sich diese Konzeption nicht nur als richtig erwiesen, sondern allgemein durchgesetzt", erklärte Steindorfner.

"Aus Liebe zu den Menschen"

Im vergangenen Jahr sei mit dem "Haus am Marktplatz" das zweite, vom Roten Kreuz betriebene Altenpflegeheim in der Stadt Rutesheim, in Betrieb genommen worden. Damit sei Rutesheim bislang die einzige Kommune im Landkreis Böblingen, die über zwei DRK-Altenpflegeheime verfüge. Allerdings werde dies im nächsten Jahr auch in der Nachbarstadt Renningen der Fall sein, wo neben dem schon bestehenden "Haus am Rankbach" derzeit im Stadtteil Malmsheim ebenfalls ein zweites Heim entstehe.

Das Pflegeheim "Widdumhof" sei wie alle DRK-Pflegeheime im Landkreis Böblingen zentral gelegen, mitten in der Stadt und damit mitten im Leben. "Von diesem Prinzip haben wir uns von Anfang an bei allen Heimen leiten lassen, weil es unser Wunsch ist, daß unsere älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger weiterhin aktiv am Leben teilnehmen sollen. Sie sind und bleiben ein untrennbarer Teil unserer Gesellschaft. Auch dieses entspricht unserer Philosophie und wir wissen uns dabei nicht zuletzt von der Stadtverwaltung, dem Gemeinderat, den Kirchengemeinden und der Bevölkerung getragen. Getreu dem Motto des Roten Kreuzes: Aus Liebe zu den Menschen. Das ist unser Leitspruch, danach handeln wir und daran lassen wir uns selbstverständlich auch gerne messen", betonte Michael Steindorfner.

Das Altenpflegheim "Widdumhof" verfüge über insgesamt 28 Dauerpflegeplätze. Im Haus würden 22 Einzelzimmer sowie drei Doppelzimmer zur Verfügung stehen. Die freundlich gestalteten Räume seien mit allen notwendigen Einrichtungen ausgestattet, die der heutigen Zeit entsprechen. Der "Widdumhof" sei zudem von einem besonderen familiären Charakter geprägt. Neben einer ausgezeichneten Pflege und Betreuung durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des DRK sei das ehrenamtliche Engagement auch in diesem Haus eine verlässliche und tragende Säule. "Kirchen, Schulen und Kindergärten sowie örtliche Vereine und Organisationen unterstützen uns in der Betreuungsarbeit in hohem Maße. Für dieses vorbildliche bürgerschaftliche Wirken möchte ich mich sehr herzlich bedanken. Ihr aller selbstloses Wirken setzt in einer Zeit sichtbare Zeichen, die von Individualisierung und Egoismus geprägt ist", sagte Michael Steindorfner. Hilfsbereitschaft und tätige Nächstenliebe würden, wie das Beispiel Rutesheim zeige, nicht in Vergessenheit geraten. "Deshalb darf ich Ihnen mit großer Freude bescheinigen: Auch Sie handeln, wie das Rote Kreuz, aus Liebe zu den Menschen ! Kann es etwas Schöneres geben, das unser Leben bereichert und uns persönliche Erfüllung gibt? Ich glaube nicht. Und deshalb entspricht auch Ihr aller Handeln zutiefst unseren gemeinsamen christlichen Überzeugungen", unterstrich der DRK-Kreisvorsitzende.

Höchste Qualität

Sowohl die ambulante als auch die stationäre Pflege im DRK-Kreisverband Böblingen genügten höchsten Qualitätsansprüchen und würden den eigenen, selbstgesteckten Zielen entsprechen. Die nunmehr zehn DRK-Pflegeheime im Landkreis mit insgesamt rund 570 Betten stelle der DRK-Kreisverband alle zwei Jahre freiwillig auf den Prüfstand, um die Qualität der Leistung, die Tätigkeit und Einsatzbereitschaft der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie vor allem die Wünsche der Bewohnerinnen und Bewohner durch ein unabhängiges Institut überprüfen und ermitteln zu lassen. Dieses außerordentlich strenge Verfahren hätten die DRK-Heime in den vergangenen Jahren mit Spitzenergebnissen und Bestnoten in allen genannten Bereichen bestanden. Schon lange, ehe der Gesetzgeber jetzt entsprechende Regelungen getroffen habe, habe der DRK-Kreisverband Böblingen aus eigenen Überlegungen und Erkenntnissen heraus für seine Pflegeheime die richtigen Weichenstellungen vorgenommen. "Wie gesagt völlig freiwillig. Wir haben für klare Orientierung und nachvollziehbare Maßstäbe gesorgt und für uns selbst hohe Meßlatten aufgelegt", sagte Steindorfner. 

Dem DRK-Kreisverband Böblingen sei von  einem bundesweit tätigen unabhängigen Institut nicht nur eine hohe Qualität in der Pflege bescheinigt worden, sondern zugleich den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein ebenso großes Lob für hohe Qualifikation und beste Motivation gezollt worden. Noch wichtiger sei es allerdings, dass sich die Bewohnerinnen und Bewohner der DRK-Pflegeheime geborgen, hervorragend versorgt, individuell betreut und umsorgt wissen. Das würden alle in den vergangenen Jahren durchgeführten Umfragen beweisen. Ihr Ergebnis spreche für sich - aber auch für die Arbeit des Roten Kreuzes, denn gut neun von zehn Bewohnerinnen und Bewohnern der DRK-Pflegeheime "fühlen sich bei uns wie zu Hause". 

Das Spitzenniveau der DRK-Pflegeheime im Kreis Böblingen habe in der Zwischenzeit auch der Medizinische Dienst der Krankenversicherung - MDK - bestätigt.  Steindorfner: "Hier im Widdumhof gab es die Note 1,1. Das ist mehr als erfreulich. Damit ist das, was uns in den vergangenen Jahren schon von einem unabhängigen Institut testiert wurde, nun auch vom Medizinischen Dienst als gewissermassen zweiter, vom Gesetzgeber vorgegebenen Instanz, amtlich bescheinigt worden. Oder mit einem Satz ausgedrückt: Die DRK-Altenpflegeheime im Landkreis Böblingen entsprechen höchsten Qualitätsansprüchen. Darauf haben wir von zwei unterschiedlichen Institutionen Brief und Siegel !"

 

Mit den nun bald elf Altenpflegeheimen sei und bleibe das Rote Kreuz im Kreis Böblingen größter Heimträger. "Das ist Ansporn und Verpflichtung für uns, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen. Dazu bitte ich Sie alle um Ihre aktive Begleitung, Hilfe und Unterstützung. Verbunden nochmals mit einem ganz herzlichen Dankeschön für die in zehn Jahren hier im Widdumhof in Rutesheim geleistete wertvolle Arbeit. Sie steht auch in Zukunft unter dem Motto: Aus Liebe zu den Menschen !, schloss Michael Steindorfner seine Rede.

DRK Pionier und Wegweiser

Erster Beigeordneter Martin Killinger, der die herzlichen Grüsse und Glückwünsche von Bürgermeister Dieter Hoffmann, des Gemeinderates und der Verwaltung überbrachte, sterifte in einem kurzen Rückblick die Vorgeschichte des "Widdumshofs". Es sei ein hartes Ringen gewesen, doch der damalige Bürgermeister Wilfried Reichert, der bei der Feierstunde anwesend war und dessen Verdienste um den Bau des Hauses auch von Michael Steindorfner gewürdigt worden waren, habe die Chance ergriffen, ein Kleinstheim zu bauen. Gemeinsam seien alle Hürden übersprungen worden. Die Konzeption habe sich als richtig erwiesen und bewährt. Er sei froh und dankbar darüber, wie das Heim geführt werde. In seine Dankesworte schloß Killinger Land, Kreis, den DRK-Kreisverband Böblingen, den DRK-Ortsverein Rutesheim, Heimleiter Markus Ehnis und dessen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer ein. An Heimleider Markus Ehnis übergab der Erste Beigeordnete ein kleines Geschenk zur Verwendung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hauses.

Sozialdezernent Alfred Schmid sprach einen vierfachen Dank aus: Zunächst an die Stadtverwaltung und den früheren Bürgermeister und Kreisrat Wilfried Reichert, einem Wegbereiter der Kreispflegeheimplanung. Der DRK-Kreisverband habe bewiesen, daß Kleinstpflegeheime wirtschaftlich machbar seien. Diese Pioniertat sei Wegweiser für die weiteren Planungen im Landkreis Böblingen gewesen.

Zum Zweiten dankte er mit anerkennenden Worten für "die liebevolle Pflege rund um die Uhr" sowie das bewundernswerte ehrenamtliche Engagement im "Widdumhof".

Als Drittes beglückwünschte der Sozialdezernent des Landkreises Böblingen den DRK-Kreisverband zur "Marktführerschaft" bei den Pflegeheimen: "Sie spielen auf diesem Gebiet in der Champions-League !" Als erster Heimträger habe der DRK-Kreisverband zudem frewillig externe Prüfungen gesucht und mit Bravour bestanden.

In seinem vierten und letzten Punkt dankte Alfred Schmid der älteren Generation für deren Aufbauleistung in unserem Staat und ihre damit verbundene jeweils persönliche Lebensleistung. "Die jüngere Generation hat den Älteren viel zu verdanken".

Heimfürsprecherin Birgit Groth verwies darauf, daß in den vergangenen zehn  Jahren rund 130 ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger im "Widdumhof" Rutesheim gepflegt und betreut wurden. Sie verband dies mit einem herzlichen Dankeschön an das Pflegepersonal. Sich selbst und ihre Arbeit als Heimfürsprecherin sieht und beschreibt Birgit Groth als Bindeglied zwischen Bewohnerinnen und Bewohnern, Pflegeteam sowie Heimleitung.

Beglückendes Miteinander

Die Feierstunde im "Widdumhof" wurde von Lion Tewes (Klavier), Samuel Schuster (Violoncello) und Jonathan Hoffmann (Violoncello) musikalisch bereichert. Der DRK-Kreisvorsitzende Michael Steindorfner sprach in diesem Zusammenhang von einem beglückenden Miteinander zwischen jung und alt.

Als Gäste nahmen an der Zehnjahresfeier im DRK-Pflegeheim "Widdumhof" in Rutesheim die CDU-Landtagsabgeordnete Sabine Kurtz, der langjährige frühere Bürgermeister Wilfried Reichert, Mitglieder des Gemeinderates, Pater Alfons Wehrle und Pfarrer Franz Pitzal, die Geschäftsführer der DRK-Altenpflegeheime gGmbH, Wolfgang Breidbach und Jürgen Kalbfell, die frühere Heimleiterin Annelore Zachmann und Ilse Schmitz vom DRK-Ortsverein Rutesheim, langjährige Sozialleiterin des DRK-Kreisverbandes Böblingen, teil.

Für Annelore Zachmann, Ilse Schmitz und Birgit Groth gab es vom DRK-Kreisvorsitzenden jeweils ein Blumengebinde als Zeichen des Dankes für die geleistete Arbeit in den zurückliegenden zehn Jahren.

7. Juli 2010 22:08 Uhr. Alter: 2 Jahre