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Ausstellung im "Haus am Rankbach":

Pilotprojekt Wildtierkorridore im Heckengäu - 1,4 Millionen für Querungshilfe vom Land

Noch bis zum Monatsende ist im Renninger DRK-Pflegeheim "Haus am Rankbach" eine Ausstellung der NABU-Gruppe Renningen-Malmsheim zu sehen

Noch bis zum Monatsende ist im Renninger DRK-Pflegeheim "Haus am Rankbach" eine Ausstellung der NABU-Gruppe Renningen-Malmsheim zu sehen

Noch bis zum Monatsende ist im Renninger DRK-Pflegeheim "Haus am Rankbach" eine Ausstellung der NABU-Gruppe Renningen-Malmsheim zu sehen, die in sehr informativer Weise in die "Wildtierkorridore im Heckengäu" einführt. Dieses Pilotprojekt dient nach den Worten von Markus Pagel (Horb), Geschäftsführer des NABU-Bezirks Gäu-Nordschwarzwald dazu, Bedingungen zu schaffen, die ein Miteinander von Mensch und Tier ermöglichen. 

Bei der Eröffnung der Ausstellung sagte Pagel in einem Diavortrag vor einer großen Zuschauerkulisse im "Haus am Rankbach", sein Verband bemühe sich darum, den Lebensraum heimischer Arten zu erhalten, die Folgen der Landschaftszerschneidung etwa durch Straße und Schiene abzuschwächen und für die Schaffung eines entsprechendes öffentliches Bewusstseins zu werben. Aus diesen Grunde sei vor zwei Jahren dieses Pilotprojekt mit dem Ziel ins Leben gerufen worden, einen Wildtierkorridor zwischen Nagold und Herrenberg einzurichten. Dies sei notwendig, um den Tieren eine "letzte Möglichkeit" zu geben, um vom Nordschwarzwald zum Schönbuch zu wechseln. 

Pagel erklärte, die Landschaft werde nur aus der Sicht der Menschen gestaltet, "doch Tiere und Landschaft gehören zusammen." So seien jahrhundertealte intakte Lebensräume auf Grund der eingetretenen Entwicklung zerstört worden. Jetzt komme es darauf an, grüne oder barrierefreie Bänder zu schaffen, Gehölzinseln und/oder Querungshilfen in einem ganzheitlichen Ansatz für die Wildtiere anzulegen. Der Referent stellte dann an zahlreichen Beispielen anschaulich dar, wie, ausgehend von der Mobilität der Tiere, diese Korridore zwischen Nagold und Herrenberg gestaltet werden können und welche durch die räumliche Entwicklung bedingten Engpässe dabei überwunden werden müssen.

Markus Pagel begrüsste in diesem Zusammenhang die Ankündigung von Verkehrsstaatssekretär Rudolf Köberle vom baden-württembergischen Innenministerium, mit finanziellen Mitteln aus dem Konjunkturprogramm II zehn sogenannte Wiedervernetzungsprojekte im Land zu realisieren. An erster Stelle stehe dabei der Bau einer Querungshilfe für rund 1,4 Millionen Euro im Bereich B 14 Herrenberg - Nufringen. Diese Maßnahme entspreche voll den Intensionen seines Verbandes, zumal es sich im genannten Gebiet um einen gefährlichen Engpass für die Wildtiere handle. Die angekündigte Querungshilfe, mit deren Fertigstellung nach Angaben Köberles bis spätestens Ende 2011 zu rechnen sei,  würde die Situation der Tiere im Sinne der NABU-Planungen erheblich verbessern.

An der Auftaktveranstaltung im DRK-Pflegeheim "Haus am Rankbach" in Renningen nahm als Vertreter der Stadt der Erste Beigeordnete Peter Müller teil. Er zeigte sich ebenso beeindruckt von der Ausstellung wie Udo Schäfer, Sprecher der NABU-Gruppe Renningen-Malmsheim, die in diesem Jahr ihr 100-jähriges Bestehen feiert. Im Rahmen des Jubiläumsjahres findet auch diese Ausstellung statt. DRK-Pflegedienstleiter Markus Ehnis freute sich ebenfalls über die Ausstellung in den Räumen des "Hauses am Rankbach". Sie dokumentiere einmal mehr die gute Verbindung zwischen Bewohnerinnen und Bewohnern des DRK-Pflegeheims, ihren Angehörigen sowie der interessierten Öffentlichkeit. Die Ausstellung "Wildkorridore im Heckengäu" kann während der üblichen Öffnungszeiten im Foyer des Hauses von jedermann besucht werden.

Im Rahmen des Jubiläumsjahres der NABU-Gruppe Renningen-Malmsheim steht am 23. OKtober 2009 ein Vortrag von Kurt Rimpp über "die Amphibien und Reptilien Baden-Württembergs" auf dem Programm. Beginn dieses öffentlichen Vortrags ist um 19.30 Uhr im Sportpark in Renningen. 

18. Oktober 2009 21:12 Uhr. Alter: 2 Jahre